Heimatverein Drabenderhöhe e.V.

Webseiten-Werkzeuge


Dies ist eine alte Version des Dokuments!


Waldfrieden

Waldfrieden ist die jüngste Ansiedlung im Raum Drabenderhöhe. Bereits 1832 ist auf der preußischen Urrißkarte eine Knochenmühle im Bereich der Flur „In der Bollenwegswiese“ eingezeichnet. Auf der Karte deutlich erkennbar ist der Mühlengraben. Die Knochenmühle musste zu diesem Zeitpunkt erst wenige Jahre bestanden haben, da sie auf dem „Occular Plan der beiden Municipalitaeten Wiehl und Drabenderhöhe“ aus dem Jahr 1809 noch nicht vermerkt ist. Allerdings findet sich dort die etwas weiter bachaufwärts gelegene Mahlmühle der Hähner Mühle. Der Mühlengraben wurde vom Uelpebach und vom Heiensiefen gespeisst.

Waldfrieden 1910

Nachdem die Ülpestrasse von Bielstein nach Drabenderhöhe gebaut wurde und der Postverkehr von der Strecke Engelskirchen nach Drabenderhöhe auf diese Verbindung 1902 verlagert wurde, errichtete Otto Bühne dort ein Hotel.

Waldfrieden um 1920

Auf Postkarten wurde geworben mit 1910 „Herrliche Lage im Oberbergischen Lande, schattige Waldungen mit Spaziergängen, Forellenzucht und Kahn fahren“ bzw. in den 1930er Jahren „Sommer- und Winteraufenthalt, vorzügliche Küche, Zentralheizung, fliessend Wasser, Bad, Aufenthaltsraum, Gesellschaftszimmer mit geschlossener Veranda, Speisezimmer, Liegewiese, modernes Schwimmbad im Ort, Postauto von Köln bis zum Hause und von allen Zügen. Die ausgezeichnete Lage macht Waldfrieden zu einem der schönsten Flecken im Oberbergischen.“ Dabei wurde der wassergefüllte Mühlengraben genutzt, der zu der heute nicht mehr vorhandenen Knochenmühle gehörte. Diese lag auf dem Wiesengebiet hinter dem Haus.

Waldfrieden 1921

Das Hotel wurde bis in die 1970er Jahre weitergeführt, dann als Christliches Erholungsheim, bis es im Jahre 2000 von der „Mission Kwasizabantu“, einer evangelikalen Missionsgemeinschaft erworben wurde.


Seiten-Werkzeuge