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Der Ortname Immen erscheint das erste Mal in der Akte „Gebrechen zwischen WINDECK und BLANKENBERG einer- und SAYN und WITTGENSTEIN andererseits“. Es ging dabei um die Grenzkonflikte zwischen dem späteren Herzogtum Berg und der Herrschaft Homburg. Als Zeuge wird 1492 „Kirstgen In den Imen“ aufgeführt. Weiterhin findet sich Immen 1508 als „In den Immen“ in einer Wechselurkunde zwischen dem Herzogtum Berg und dem Haus Sayn. Es heißt, dass Schirps Tochter aus Wiehl saynisch war und fortan bergisch sein sollte und dafür Johanns Tochter aus Immen nun saynisch werden sollte mit Ausnahme eines Kindes, welches sie von ihrem ersten Mann hatte. Es blieb bergisch. Es ging also um einen Hörigentausch. Die Ursache dafür lag häufig darin, dass bergische Leibeigene in saynische oder wittgensteinische Haushalte einheirateten und umgekehrt oder Menschen in einen anderen Herrschaftsbereich umzogen. Damit verbunden war eine Auswechslung und Anrechnung der Güter, was den Wechsel kompliziert machte und häufig zu Streitigkeiten führte. Die Betroffenen hatten ein Wechselgeld zu entrichten, was für viele kaum aufzubringen war. Das führte dazu, dass viele Ehen erst gar nicht geschlossen wurden und Kinder unehelich gezeugt wurden.
Weitere urkundliche Erwähnungen sind in verschiedenen Abgabenlisten dokumentiert, wie der Bergischen Landessteuerliste von 1555 (In den Imme), die bergischen Perd- und Schüppendienste von 1559 (In den Immen), der Arnold-Mercator-Karte von 1575 (In den Imen) und der homburischen Futterhaferzetteln (In den Imnenn). In der letzeren werden die 4 bergischen Untertanen Johan Kauffmann, Greta Peters Frau, Johanmentgen, Johan des Kauffmans sohn und der saynische Untertan Goebell gelistet.
Woher der Ortsname kommt, lässt sich nicht genau sagen. Interessant ist aber die Präposition mit dem Akkusativ Plural „In den“. Der Akkusativ steht, wenn ein Zielort bezeichnet werden soll, in diesem Fall Immen. Genauso verhält es sich beim Nachbarort Hahn (In den Hain, In den Hagen), was vermuten lässt, dass auch wie schon bei Jennecken oder Hillerscheid es sich um einen „Hagen“-Ort handelt, wo die Abschleifung des „Hain/Hahn“, insbesondere in der Höher Mundart erfolgte, aber dies am Ende des Mittelalters nicht mehr bekannt war und somit nicht dokumentiert wurde. Vermutlich besteht eine Verbindung mit dem niederdeutschen Begriff „Imme“, was für eine Biene steht (vergleiche Imker). Möglicherweise fanden Siedler, die Immen im Mittelalter gründeten an diesem Ort viele Bienen vor und hegten diesen als sogenannten Hagen ein. Somit ließe sich Immen möglicherweise als Immenhagen herleiten.
Immen um 1935
Historisches Bilddokument aus den 1930er Jahren. Dieses Foto dient ausschließlich Zwecken der historisch-wissenschaftlichen Aufklärung und der zeithistorischen Berichterstattung gemäß § 86 Abs. 4 StGB. Eine Identifikation mit der dargestellten NS-Ideologie oder deren Symbolik wird ausdrücklich abgelehnt.