Heimatverein Drabenderhöhe e.V.

Webseiten-Werkzeuge


Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen angezeigt.

Link zu dieser Vergleichsansicht

Beide Seiten der vorigen RevisionVorhergehende Überarbeitung
Nächste Überarbeitung
Vorhergehende Überarbeitung
hoefe:scheidt:pfaffenscheid [2022/04/15 15:01] Achim Höhlerhoefe:scheidt:pfaffenscheid [2026/06/27 17:02] (aktuell) Achim Höhler
Zeile 5: Zeile 5:
 {{:bilder:1920-1945-historische_aufnahmen:pfaffenscheid_1_archiv_much.jpg?200|}} Pfaffenscheid, Archiv Much {{:bilder:1920-1945-historische_aufnahmen:pfaffenscheid_1_archiv_much.jpg?200|}} Pfaffenscheid, Archiv Much
  
-Der Ortsname Pfaffenscheid erscheint das erste Mal im Jahre 1698 in den Kirchenakten als "Pfaffenschede". In früheren Jahrhunderten wurde der Hof schlicht als Wiedenhof, also als Pfarrsitz bezeichnet. Der Name Wiedenhof konnte in Deutschland bis ins 15.Jhd. nachgewiesen werden und ist von „Widembhof“, einem der Kirche gewidmeter Hof, abgeleitet. Ein Wiedenhof diente in einer Zeit, als die Geistlichen noch nicht aus dem Kirchensteueraufkommen oder direkt von den Kirchengemeinden bezahlt wurden, dem Pfarrer gleichzeitig als Erwerbsquelle und Wohnsitz. Ein Wohnhaus, eine kleine Landwirtschaft mit Tierhaltung und oftmals Fischfang- und Jagdmöglichkeit gehörten zum Wiedenhof. +Der Ortsname Pfaffenscheid erscheint das erste Mal im Jahre 1698 als "Pfaffenschede" in den Kirchenakten. Diese Kirchenakte beruht auf einer Abschrift über das Kircheninventarium etwa aus dem Jahre 1607. Diese Liste wurde von den damaligen Kirchenprovisoren Jost in der Niedermiebach und Roland zu Verr auf Anordnung des Mucher Schultheißen Philipp Hundt angefertigt. In früheren Jahrhunderten wurde der Hof schlicht als Wiedenhof, also als Pfarrsitz bezeichnet. Der Name Wiedenhof konnte in Deutschland bis ins 15.Jhd. nachgewiesen werden und ist von „Widembhof“, einem der Kirche gewidmeter Hof, abgeleitet. Ein Wiedenhof diente in einer Zeit, als die Geistlichen noch nicht aus dem Kirchensteueraufkommen oder direkt von den Kirchengemeinden bezahlt wurden, dem Pfarrer gleichzeitig als Erwerbsquelle und Wohnsitz. Ein Wohnhaus, eine kleine Landwirtschaft mit Tierhaltung und oftmals Fischfang- und Jagdmöglichkeit gehörten zum Wiedenhof. 
  
 {{:bilder:1920-1945-historische_aufnahmen:pfaffenscheid_2_archiv_much.jpg?200|}} Pfaffenscheid Archiv Much {{:bilder:1920-1945-historische_aufnahmen:pfaffenscheid_2_archiv_much.jpg?200|}} Pfaffenscheid Archiv Much
  
 +In den Kirchenakten finden sich 1621 die Bezeichnungen "Kirchen Widderumb", 1653 "Widen hoff" und 1671 "Witumbshoff".
 Der Wiedenhof im Pfaffenscheid wurde erstmals im Jahre 1582 im Visitationsbericht des Drabenderhöher Vikars Jakob Sasse an die bergische herzogliche Kommision erwähnt:  Der Wiedenhof im Pfaffenscheid wurde erstmals im Jahre 1582 im Visitationsbericht des Drabenderhöher Vikars Jakob Sasse an die bergische herzogliche Kommision erwähnt: 
 „Die Kapelle gehöre dem Johanniterorden und nannte sich domus hospitalis Sancti Johannis Baptistae. Er habe vernommen, dass der Kommentur des Johanniterordens zu Marienhagen früher den Geistlichen in Drabenderhöhe angestellt habe, daß jetzt aber der Fürst von Berg die Stelle vergebe. Das Einkommen dasselbst belaufe sich auf 10 Gulden. Zu der Stelle gehörten damals 24 Morgen Haferland und 2 Morgen Garten. An Heu liefere das Gütchen kaum für sechs Kühe hinreichendes Futter, früher sei die Kapelle im Besitze eines Hofes zu Niederhoben (Niederhof) gewesen. Den  habe ein Windecker Amtmann Nesselrath für 180 Gulden an sich genommen. Das dafür gezahlte Kapital bringe jetzt 9 Gulden ein, ebensoviel, wie ehemals der Pacht des Hofes betragen habe. Auch gehörte der Kapelle früher eine halbe Mahlmühle In der Hoen (Hähner Mühle), welche der zweite Vorgänger des jetztigen Komtur zu Marienhagen dem windeckschen Rentmeister Pampus verkauft habe. Die Kirche habe außerdem jährlich sechs Gulden Einkommen und noch einige Büsche, welche zu hawiger Zeit gehauen und verkauft würden.“  „Die Kapelle gehöre dem Johanniterorden und nannte sich domus hospitalis Sancti Johannis Baptistae. Er habe vernommen, dass der Kommentur des Johanniterordens zu Marienhagen früher den Geistlichen in Drabenderhöhe angestellt habe, daß jetzt aber der Fürst von Berg die Stelle vergebe. Das Einkommen dasselbst belaufe sich auf 10 Gulden. Zu der Stelle gehörten damals 24 Morgen Haferland und 2 Morgen Garten. An Heu liefere das Gütchen kaum für sechs Kühe hinreichendes Futter, früher sei die Kapelle im Besitze eines Hofes zu Niederhoben (Niederhof) gewesen. Den  habe ein Windecker Amtmann Nesselrath für 180 Gulden an sich genommen. Das dafür gezahlte Kapital bringe jetzt 9 Gulden ein, ebensoviel, wie ehemals der Pacht des Hofes betragen habe. Auch gehörte der Kapelle früher eine halbe Mahlmühle In der Hoen (Hähner Mühle), welche der zweite Vorgänger des jetztigen Komtur zu Marienhagen dem windeckschen Rentmeister Pampus verkauft habe. Die Kirche habe außerdem jährlich sechs Gulden Einkommen und noch einige Büsche, welche zu hawiger Zeit gehauen und verkauft würden.“ 

Seiten-Werkzeuge