Heimatverein Drabenderhöhe e.V.

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ort:sehenswertes:strassen [2020/06/12 00:56] Achim Höhlerort:sehenswertes:strassen [2026/05/11 17:40] (aktuell) Achim Höhler
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-===== Die alten Fernhandelsstrassen =====+===== Die alten Fernhandelsstraßen =====
  
 Drabenderhöhe lag am Kreuzungspunkt zweier mittelalterlicher Fernwege – der Brüderstrasse und der Zeithstrasse, über die Handel getrieben wurde und auch als Pilgerwege benutzt wurden. Zudem befand sich der Ort direkt an der Grenze zwischen dem Herzogtum Berg und der von der Familie zu Sayn von Wittgenstein regierten Reichsherrschaft Homburg. Drabenderhöhe hatte eine Zollstation und an der Kirche gab es einen Schlagbaum. Zahlreiche Drabenderhöher verdingten sich als  Fuhrleute und im Ort gab es immer zahlreiche Gastwirtschaften, die weit über den Bedarf der hiesigen Bevölkerung hinaus gingen. Die erste wird schon bereits 1553 erwähnt. Auch von Salzlagern wird berichtet, wie aus der Ortsbezeichnung Im Salzrümpchen hervorgeht. Über die Strassen wurden auch die geschürften Erze und die daraus weiterverarbeiteten Produkte aus den umliegenden Bergwerken abtransportiert.  Drabenderhöhe lag am Kreuzungspunkt zweier mittelalterlicher Fernwege – der Brüderstrasse und der Zeithstrasse, über die Handel getrieben wurde und auch als Pilgerwege benutzt wurden. Zudem befand sich der Ort direkt an der Grenze zwischen dem Herzogtum Berg und der von der Familie zu Sayn von Wittgenstein regierten Reichsherrschaft Homburg. Drabenderhöhe hatte eine Zollstation und an der Kirche gab es einen Schlagbaum. Zahlreiche Drabenderhöher verdingten sich als  Fuhrleute und im Ort gab es immer zahlreiche Gastwirtschaften, die weit über den Bedarf der hiesigen Bevölkerung hinaus gingen. Die erste wird schon bereits 1553 erwähnt. Auch von Salzlagern wird berichtet, wie aus der Ortsbezeichnung Im Salzrümpchen hervorgeht. Über die Strassen wurden auch die geschürften Erze und die daraus weiterverarbeiteten Produkte aus den umliegenden Bergwerken abtransportiert. 
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 {{:ort:sehenswertes:p1040625.jpg?200|}} Die Zeithstrasse nähe der Hohen Warte {{:ort:sehenswertes:p1040625.jpg?200|}} Die Zeithstrasse nähe der Hohen Warte
  
-In Seelscheid existieren zwei Weiler mit dem Namen „Oberste Zeith“ und „Unterste Zeith“. Diese Ortschaften tragen den Namen der Zeithstraße und sind vermutlich nach dem Bau des Weges angelegt worden. In dem Sieburger Schöffenprotokollen ist 1454 ein „Elys up der Zyt“ erwähnt. Wie die Brüderstraße wurde auch die Zeithstraße als Handelsweg benutzt. In der Ortschaft Oberste Zeith bei Seelscheid existierte früher eine bedeutende Zollstätte, "Auf dem Tolles" genannt und bereits 1555 erwähnt wird. Im Zolltarif von 1595 werden folgende Waren genannt: Mühlen- und Schleifsteine, Öl, Blei, Kupfer, eiserner Draht, Erz, Steine, Holzkohlen, Teer, Farben, geschnittenes Holz, Reifen für Weinfässer, Wein, Essig, Erlen, Buchen, Eichen, Hausteine, Ziegelsteine, Nüsse, Äpfel, Birnen, Rüben, Heringe, Speck, Mehl, Alaun, Färberwaid, Schwefel, Wolltücher aus England, Düren, Hückeswagen und Burg an der Wupper, Pferde, Kühe, Ochsen, Schafe, Hammel, Schweine und Geißen. Sogar Bier aus Unna aus Westfalen, welches in Köln verzapft wurde, ist in diesem Zolltarif aufgeführt.  +In Seelscheid existieren zwei Weiler mit dem Namen „Oberste Zeith“ und „Unterste Zeith“. Diese Ortschaften tragen den Namen der Zeithstraße und sind vermutlich nach dem Bau des Weges angelegt worden. In dem Sieburger Schöffenprotokollen ist 1454 ein „Elys up der Zyt“ erwähnt. Wie die Brüderstraße wurde auch die Zeithstraße als Handelsweg benutzt.  
  
 Auf der Mercatorkarte von 1575 ist die Verbindung als Teilstück von Drabenderhöhe nach Ründeroth deutlich erkennbar.  Auf der Mercatorkarte von 1575 ist die Verbindung als Teilstück von Drabenderhöhe nach Ründeroth deutlich erkennbar. 

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